Misserfolge lassen sich vermeiden, darum:
pH-Wert messen nicht vergessen!
Um sich selber zu verbessern, gibt es ein paar Dinge, die man gut unter Kontrolle haben sollte ungeachtet des Mediums, das verwendet wird. Der pH-Wert (der Säuregrad) des Mediums ist eine der wichtigsten Facetten des gesamten Anbaugeschehens.
Grundsätzlich möchte ich feststellen: Solange unsere Regierung es zulässt, weiterhin Menschen in Richtung einer erfolgreichen Hobbyzucht zu zwingen … kann ich es nicht sein lassen. Ich möchte betonen, dass ich nicht für den kommerziellen Züchter schreibe, obwohl auch die einen Vorteil aus meinen Angaben ziehen könnten. Da ich nun keine wirklich kommerziellen Gründe mehr habe, kann ich mich jetzt einfach frei entfalten und meine Erfahrungen mit anderen Hanffreunden teilen (Happy to be a flower power freak all the way.). Strom klauen, wie es oft in den Niederlanden passiert, ist nicht mein Ding … Weed strecken mit aller- lei verschiedenen Mitteln ist ebenfalls nicht mein Ding! Einfach nur eine Lampe für den Ei- genbedarf von ehrlichem Weed zu decken – darum geht es mir. Glaubt mir, ich durchschaue das Spiel, denn manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. „Wann macht man alles richtig?”, lautet die Frage, die einen bei all den Informationen, die auf einen ständig einprasseln, beschäftigt. Regel Nummer eins tautet: SORGE FÜR EINEN OPTIMALEN PH-WERT IN DEM MEDIUM! Leute, die ohne Verwendung eines pH-Messgerätes anbauen, kann ich nicht wirklich ernst nehmen. Das geht gar nicht! Unsere geliebte Pflanze ist überhaupt nicht anspruchsvoll, aber der pH-Wert muss stimmen. Für diejenigen, die erst gerade mit ihren Hobby beginnen, schreibe ich Folgendes: Der Säuregrad (pH-Wert) des Gießwassers, das die Pflanze erhält, muss einfach stimmen, sonst erreicht man kein gutes Zuchtresultat. Der Säuregehalt des verwendeten Mediums ist abhängig von den Mitteln, die man sonst noch hinzufügt, damit die Pflanzen ausreichend versorgt sind. Sollte der pH-Wert im Medium nicht okay sein, können die Pflanze die ihr zur Verfügung gestellten Nährstoffe nicht aufnehmen.
Der Clou steckt im Verborgenen, in der Reaktion der „Trinkwurzeln”. Diese feinen „Trinkwurzeln besitzen eine Art Membrane, die sich dann öffnet, wenn es nicht zu nass ist und wenn der pH-Wert stimmt. Woran erkennt das die Pflanze, werden viele Leute fragen. Nun, in den „Trinkwurzeln” besteht ein bestimmter Säuregehalt. Wenn der Säuregehalt außerhalb der „Trinkwurzeln” zu hoch oder zu niedrig ist, öffnen sich die Membranen nicht und deshalb kann die Pflanze dann keine Nährstoffe aufnehmen. Auch wenn es zu nass um die „Trinkwurzeln” ist, bleiben die Membranen geschlossen und werden keine Nährstoffe aufgenommen. Was die Pflanzen stattdessen tun, erkennt man am Verhalten der „Schutzblätter”, die ihrer Lebenssäfte beraubt werden. Folglich werden die „Schutzblätter” viel schneller gelb als denn gut wäre.
Beginnt man mit frischer Blumenerde, wird zuerst der pH-Wert der Erde gemessen. Oftmals stimmen die Herstellerangaben auf der Verpackung nicht. Oft liest man, dass der pH-Wert der Erde zwischen pH5.2 und pH6.o liegt. ja, super, aber was soll man damit? Selber messen ist, was ich hier anrate. Man nehme ein Drittel Erde und fügt ein Viertel Wasser hinzu, das man zuvor auf pH7 (neutral) bringt. Nun sollte altes gut vermischt und drei Stunden stehen gelassen werden. Das zu erwartende Resultat bei Blumenerde (die oft mit Torf angereichert ist), ist ein erstaunlich niedriger pH-Wert. Kein Problem, da lässt es sich zu einem pH-Wert von ungefähr pH6 hinsteuern. Wird zum Beispiel ein pH-Wert von pH5.4 gemessen (was sicherlich bei Blumenerde nicht ungebräuchlich ist) dann kann man darauf reagieren, indem man den pH-Wert erhöht, um den pH-Wert zu stabilisieren. Indem man die Erde, die einen pH-Wert von p1-15.4 aufweist, mit Leitungswasser gießt, wird die Balance im Medium wieder hergestellt. Leitungswasser verfügt in der Regel über einen pH-Wert von etwa pH7.3. Also mit einer Leitungswassergabe mit pH7.3 erhält man einen pH-Wert im Medium Erde von ungefähr pH6.3- pH6.4. Das ist dann ein guter pH-Wert für die Pflanzen im Erdmedium.
Während des Zyklus sollte das Medium immer härter werden. Daran sollte der pH-Wert angepasst werden. Viermal sollte der pH-Wert der Erde während des Zyklus überprüft werden (dazu entnehme ich Erdproben aus ca. 10 cm Tiefe), um zu wissen, wie hoch der pH-Wert der Erde ist. Erst wenn man diesen Wert kennt, kann man sich darauf und auf den optimalen pH-Wert im Gießwasser einstellen.
Baut man hingegen auf professionellen Medien, wie Blähton, Steinwolle, Cocos usw. an, dann sind andere Dinge zu berücksichtigen. Bei so einem Medium ist es ratsam, den pH-Wert der Dränage zu messen. Der pH-Wert des „Dränagewassers” (Brauchwasser) sagt aus, welchen pH-Wert die Nährstofflösung haben sollte. Mit anderen Worten ist es so, dass ein Ebbe & Flut- System sehr einfach zu steuern ist, indem im Brauchwasser (Dränagewasser) der pH-Wert gemessen wird und dadurch optimal eingestellt werden kann. Bei einem pH-Wert von pH5.8 in der Nährlösung sollte der pH-Wert des Brauchwassers nicht höher als pH6.1 sein. Liegt der Wert darüber, sollte der pH-Wert der Nährlösung gesenkt werden. Der pH-Wert steht an oberster Stelle, wenn man erfolgreich sein möchte … und natürlich sind die Nahrungswerte von großer Bedeutung. Egal, welche Art von Nahrung die Pflanzen auch erhalten, sie kann nicht aufgenommen werden, wenn der pH-Wert nicht stimmt. Die Folge davon ist oftmals eine Ansammlung von Nährstoffen, die letztendlich für eine Vergiftung sorgen kann. Während des Zyklus sollten ab und zu keine Nährstoffe ins Gießwasser gegeben werden (spülen). Das ist IMMER gut, egal, was die Düngerhersteller auch empfehlen.
Also noch einmal:
Wenn man einen pH-Wert von pH5.0 misst, gibt man einen pH-Wert von pH7.0 um einen pH-Wert von pH6.o im Medium zu erhalten.
Misst man hingegen einen pH-Wert von pH5.5 dann stellt man die Nährlösung auf pH6.5 ein. In Erde darf man mit diesem Wert etwas spielen. Altes zwischen einem pH-Wert von 0-15.9 und pH6.4 ist gut geeignet.
Ein Tipp: Man sollte sich die Mühe machen und etwas Lehm unter die Erde mischen. Der Lohn dafür ist sicher! Lehm lässt sch schwierig vermischen, aber wenn der Lehm gut getrocknet ist, lässt er sich leicht zu Pulver zerreiben und somit einfach untermischen. Die Regulierungswerte von Lehm sind um ein Vielfaches größer als bei Blumenerde (Torf).
Man sollte nicht vergessen, dass unsere geliebte Pflanze in ihrer natürlichen Umgebung auf 73-74%igem Lehmboden gedeiht. Die natürliche Umgebung ist die Südseite des Himalajagebirges zwischen 1700 und 2400 Meter über dem Meeresspiegel. Ich war vor Ort und habe mir alles genau angeschaut. Ich habe Bodenproben gesammelt und auf ihre Bestandteile hin analysiert. Ich weiß genau, wovon ich spreche. So please, Trust me if you can. Wenn jemand offene Fragen hat, sollte er sich nicht schämen, mich um Rat zu fragen. A (wo)man needs a plan … Ich habe genügend Zeit dafür und gebe mein Wissen gerne an Gleichgesinnte weiter. Tatsächlich habe ich in meinem Leben über nichts mehr gelernt als über Pflanzen.
Hier noch ein Tipp, was die Temperatur anbetrifft. Diesen Winter war es nämlich besonders hart. Wenn man von einer Temperatur ausgeht, dann ist die Temperatur in dem Medium entscheidend und nicht die Lufttemperatur. Cannabis-pflanzen vertragen sehr niedrige Temperaturen, solange ihre Wurzeln nicht zu kalt stehen. Wenn also die Pflanzen in einem sehr temperaturempfindlichen Medium stehen, sollte man heizen. Ist das gewählte Medium eine Erde, die sehr langsam abkühlt, nachdem 12 Stunden die Lampen darüber gebrannt haben, dann ist Kälte kein Problem. Im Himalaja ist es in der Nacht auch verdammt kalt, aber der Lehmboden kühlt nur langsam aus und hält die Wurzeln der Pflanzen auf eine angenehme Wohlfühltemperatur. Und solange die Wurzeln keinen Kälteschock erhalten, wird die Pflanze durch die niedrige Temperatur vermehrt Harz produzieren, um sich so selbst vor Kälte zu schützen.
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